domingo, 14 de abril de 2019

Ein vorprogrammiertes Desaster Die industrielle Lachszucht schadet Chiles Küsten


Ein vorprogrammiertes Desaster

Die industrielle Lachszucht schadet Chiles Küsten

Die industrielle Produktion von Lachs gilt unter Umwelt- und TierschützerInnen als hochproblematisch. So auch an der chilenischen Pazifikküste, wo die Lachsindustrie trotz aller Kritik immer weiter expandiert. KleinfischerInnen und Zivilgesellschaft wehren sich nun gegen die geplanten neuen Großprojekte.

von María Paz Villalobos Silva

Chile verfügt über eine mehr als 4000 km lange Küste zum Pazifischen Ozean. Aufgrund günstiger naturräumlicher Voraussetzungen hat sich in den chilenischen Küstengewässern eine einzigartige Biodiversität und ein enormer Reichtum an Meeresressourcen herausgebildet. Dementsprechend ist die lange Tradition der Küsten- und Kleinfischerei in Chile bis heute lebendig. Sie stellt die Grundlage kleingewerblicher oder subsistenzorientierter Aktivitäten von rund 75.000 FischerInnen dar.

Die exportorientierte Züchtung von Lachs in industriellem Maßstab ist dagegen eine moderne, den tradierten Nutzungsformen entgegenstehende Inwertsetzungsstrategie. Diese ist im Verlauf der letzten vierzig Jahre in den küstennahen Gewässern exponentiell gewachsen, sodass Chile heute der weltweit zweitgrößte Lachsexporteur ist. Die intensive Züchtung von Lachs hat jedoch schwerwiegende Auswirkungen auf das marine Ökosystem. Infolge permanenten Eintrags von ökosystemfremden Stoffen und aufgrund unkontrollierten Algenwachstums ist das Meerwasser in alarmierender Weise kontaminiert. Es entstehen Meeresgebiete mit eklatantem Mangel an Sauerstoff, mancherorts fehlt dieser sogar ganz. Die normale Entwicklung und Reproduktion eines Ökosystems ist unter solchen Bedingungen nicht mehr möglich.

Fäkalien, Nitrogene, Antibiotika

Infolge der Lachszucht gelangen große Mengen Fäkalien und übriggebliebene Nahrung ins Wasser. Dadurch steigt unter anderem die Nitrogenbelastung massiv. Um bei den auf engstem Raum gezüchteten Fischen der Ausbreitung von Krankheiten vorzubeugen, werden enorme Mengen an Antibiotika und Pestiziden ins Wasser gegeben. Die Antibiotikabelastung pro Tonne Lachs liegt laut dem Direktor der NGO Ecocéanes, Juan Carlos Cárdenas, an der chilenischen Küste bereits 700 Mal über der norwegischen Norm (siehe www.re-vuelta.cl, Eintrag vom 29.10.2018). Dennoch haben die Aktivitäten der Lachsindustrie in den letzten 25 Jahren dazu geführt, dass es heute in chilenischen Gewässern zwanzig verschiedene neue Fischkrankheiten gibt. Auch deshalb kommt es immer wieder zu Massensterben in den Zuchtanlagen. Wiederholt verunreinigen Millionen dieser mit Chemikalien vollgepumpten Kadaver das Wasser und lagern sich auf dem Meeresboden ab. Im Zersetzungsprozess entstehen dann potenziell giftige Stoffe, die sich dort anreichern.

Der permanente Stoffeintrag übersteigt die bakteriellen Abbaukapazitäten im Ökosystem des Meeresbodens, sodass ein Großteil des vorhandenen Sauerstoffs von den Bakterien verbraucht wird. Der Austausch von Sauerstoff zwischen Meeresbodenoberfläche und Untergrund – eine der wesentlichen Grundlagen der marinen Nahrungskette – wird so verhindert. Immer wieder brechen chemisch belastete oder kranke Lachse aus den Zuchtanlagen aus. So sind beispielsweise im August 2018 in Puerto Montt 900.000 kranke und unter Antibiotikabehandlung stehende Lachse entkommen, deren Verzehr für Menschen giftig wäre.

Exemplarisch zeigte sich an einer Umwelt- und Gesundheitskatastrophe im Jahr 2016, wie verheerend und unkontrollierbar die sozio-ökologischen Folgewirkungen dieses Industriezweigs im Zusammenspiel mit natürlichen Faktoren des marinen Ökosystems sein können. In diesem Jahr war es erneut zu dem zyklisch wiederkehrenden El Niño-Phänomen gekommen. Ein Aspekt dieses Klimaphänomens ist, dass die Oberflächentemperatur des Meeres ansteigt. Dies führte in Gewässern zwischen Puerto Montt und Aysén, die infolge der Lachszucht mit Nitrogen übersättigt sind, zu einer Algenblüte unbekannten Ausmaßes. Die Folge war auf einer Küstenlänge von 420 km nicht nur die unkontrollierte Vermehrung zweier Phytoplanktonarten, sondern auch ein als Rote Flut bekanntes Phänomen, in dessen Verlauf für Mensch und Tier giftige Toxine im Wasser freigesetzt werden. Bei hoher Konzentration können sie ein solch toxisches Ambiente schaffen, dass alle höheren Meereslebewesen verenden und tote Wasserwüsten entstehen.

Aufgrund der Katastrophe wurden drei Viertel der Lachszuchtanlagen in der betroffenen Region geschlossen. Dennoch verendeten 40.000 Tonnen Lachs, von denen wiederum 11.000 Tonnen illegal vor der Küste der Insel Chiloé im Meer entsorgt wurden. Damit wurde die Dynamik der Roten Flut noch verschärft. An den Küsten der Insel wurden in der Folgezeit tausende Meerestierkadaver angespült.

Abgesehen vom ökologischen Desaster wirkte sich diese Katastrophe schwerwiegend auf die Wirtschaft der Küstengemeinden aus: In einer Region, in der ein Drittel aller chilenischen KleinfischerInnen arbeiten, war die Fischerei durch den ökologischen Kollaps über Monate hinaus nicht möglich. Wurde doch etwas gefangen, durfte es aufgrund der Giftstoffbelastung nicht in den Verkauf gebracht werden. Insgesamt wurden rund 16.500 Arbeitsplätze durch die Umweltkatastrophe beeinträchtigt.

Expansion um jeden Preis

Doch statt ihre Umweltschädlichkeit zu minimieren, begann die Lachsindustrie, in chilenischen Gewässern neue Standorte für Zuchtanlagen zu suchen - insbesondere entlang der offenen Pazifikküste zwischen Magallanes und Maule. Im Herbst 2018 wurde ein neues Megaprojekt der Lachsindustrie in der Region El Ñuble evaluiert. Die Firma Pelícano Investment hatte dem Umweltministerium elf Teilprojekte zur intensiven Züchtung von Fischen, Lachs, Muscheln und Makroalgen präsentiert. Jedes Projekt umfasst 18 Hektar und ist in etwa gleich konzipiert. Pelícano Investment gehört der chilenischen Investorenfamilie Stengel, einer von sieben Familien, die die industrielle Fischerei in Chile kontrollieren.

Dem geplanten Megaprojekt stehen zahlreiche lokale Gegebenheiten entgegen: Das Teilprojekt Pullay im Norden der Region soll direkt neben dem Naturschutzgebiet Islotes Lobería e Iglesia de Piedra de Cobquecura realisiert werden. Das Gebiet schützt die wichtigste Kolonie von Mähnenrobben in Zentralchile. Es ist zudem bedeutend als biologischer Korridor für weitere Meeressäugetiere wie Wale und Delphine, die hier ihre Nahrung aufnehmen und ihre Jungen aufziehen. Sie sind durch die chilenische Umweltgesetzgebung eigentlich unter Schutz gestellt.

Der für die Lachszucht vorgesehene Raum liegt außerdem in den Fischgründen von tausenden KleinfischerInnen. Sie machen nun gegen die Lachsindustrie mobil, weil sie nicht vereinbar sei mit dem Erhalt von Meeresressourcen zu deren wirtschaftlicher Nutzung, wie er im Fischerei-Gesetz garantiert werde. Darüber hinaus hängt die lokale Wirtschaft in dieser Küstenregion vom Naturtourismus ab.

Angesichts der zu erwartenden negativen Auswirkungen und nach der Kritik von FischerInnen, WissenschaftlerInnen und lokalen Organisationen lehnte das Umweltministerium das Pullay-Projekt im Herbst 2018 ab. Daraufhin zog die Firma ihre Genehmigungsanträge für drei weitere benachbarte Projekte zurück, die dieselben konzeptionellen Fehler aufwiesen. Im November 2018 präsentierte sie dann aber Umweltgutachten für fünf weitere Projekte. Hier liegen jedoch, wie bereits in allen vorhergehenden Fällen, nur unzureichende Informationen zur Bewertung der Umweltauswirkungen vor. Ein Verbund aus lokalen und nationalen AkteurInnen versucht derzeit in einem Beteiligungsverfahren, die von Pelícano Investment eingereichte Umweltverträglichkeitsprüfung unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten kritisch zu hinterfragen.

Boykottiert den Konsum!

Derzeit sind hunderte großmaßstäbige Lachszuchtprojekte an der offenen Pazifikküste geplant, für die jedoch keinerlei Referenzprojekte existieren. Das Ökosystem an der chilenischen Küste weist ein sensibles Gleichgewicht auf, weitere unkontrollierte Eingriffe könnten irreparable Schäden anrichten. Für die bereits entstandenen Schäden hat die Lachsindustrie bislang jede Verantwortung zurückgewiesen.

Die ökologischen Folgen beeinträchtigen die Küstengemeinden jedoch enorm. Fischerträge werden geringer oder fallen ganz aus, und die Räume für die Küstenfischerei werden weiter eingeengt. Andere Nutzungsformen wie Tourismus und Freizeit sind dann nicht mehr möglich. So zeigt sich auch am Beispiel der Lachsindustrie einmal mehr, dass Chile mit seinem neoliberalen Erbe noch immer einseitig exportorientierte Großprojekte bevorzugt, ohne dabei auf Umweltbelange, lokale Interessen und Sozialverträglichkeit zu achten.
Zivilgesellschaftliche Gruppen fordern deshalb jetzt ein Moratorium für die Lachsindustrie. Sie rufen dazu auf, keinen chilenischen Lachs mehr zu konsumieren, solange dessen Produktion die Meere am „Ende der Welt“ vergiftet.

María Paz Villalobos Silva ist Meeresbiologin. Sie forscht zu nachhaltiger Küstennutzung und sozio-ökologischen Konflikten an chilenischen Küsten, etwa durch die Lachs- und Papierindustrie.
Übersetzung aus dem Spanischen: Göran Wiebke & Rosa Lehmann

Einklinker:
In Chile werden noch immer exportorientierte Großprojekte bevorzugt








lunes, 1 de octubre de 2018

Cobquecura dice no a las salmoneras


Cobquecura dice no a las salmoneras,

la evaluación ambiental del proyecto de salmones de Cultivos Pelícanos: cuando la omisión, falta y manipulación de información pretenden ser evaluadas como verdades técnicas de tipo sustentable.

Lcda. María Paz Villalobos Silva, Bióloga Marina (UACh) 30.09.2018

La empresa Cultivos Pelícanos se encuentra tramitando 11 proyectos de centros de cultivos contiguos y de iguales características, resultando evidente el fraccionamiento de un mega proyecto en pequeños proyectos que son evaluados individualmente y por tanto, los impactos ambientales o sociales a evaluar, se reducen a cada proyecto individual. Esta forma de presentar un mega proyecto, impide identificar posibles impactos ambientales del mega proyecto en sí, es decir de toda el área sumada, que sería intervenida con 11 centros de cultivo de 18 hectáreas cada uno, dispuestas en línea a lo largo de la costa a 2000 m de la costa app. Pese a que la empresa insiste en argumentar que no hay relación entre los distintos proyectos en evaluación paralela, es imposible ignorar o no visualizar el potencial impacto ambiental y social que implicaría la instalación de esta industria a lo largo de cientos de metros de la costa central del país.
El proyecto ubicado en Pullay pretende instalar 18 hectáreas (180.000 m2) de cultivo de cojinoba, salmones, choritos y algas, al lado del Santuario de la Naturaleza Islotes lobería e Iglesia de Piedra de Cobquecura, creado mediante D.S. N° 544 de 1992 del Consejo de Monumentos Nacionales protege la mayor colonia de lobos marinos de la zona central del país, con una población de más de 3000 individuos. La interacción entre lobos y balsas jaula es conocida y perjudicial para el normal desarrollo de la vida de estos mamíferos. La zona es reconocida como corredor biológico de cetáceos marinos mayores (ballenas dentadas y barbadas) y menores (lobos, delfines), al ser zona de alimentación, cría y tránsito de estos mamíferos protegidos por la Ley Nº 20.293/2008. El sector pretendido por la empresa, es zona de pesca artesanal de miles de pescadores que se oponen definitivamente a la instalación de esta industria, al no ser compatible con la mantención de los recursos hidrobiológicos de explotación comercial, también protegidos por la ley de pesca. El proyecto tampoco es compatible con el proyecto local de desarrollo turístico.

Estamos frente a un megaproyecto de por sí polémico, privado para una de las 7 familias que se “adjudicaron” nuestros recursos pesqueros “por ley”. Este proyecto representa a una industria vigente que ha participado en innumerables casos de impactos de público conocimiento, a través de trágicos episodios de contaminación degenerada, y descontrolada, de destrucción total y/o parcial del equilibrio bio-físico-químico de la columna de agua, traducido esto en espacios marinos desoxígenenados, sin posibilidades de albergar la vida; en mortandades masivas de salmones contaminados con químicos tóxicos que entran al medio; en escapes masivos de animales foráneos, enfermos o alterados químicamente, que entran al medio; en alteraciones de la calidad química de la columna de agua que modifican el medio, resultando en varamientos masivos de recursos pesqueros. Desastres ambientales sin precedentes e irreversibles en términos ecológicos, con enormes tragedias humanas detrás de la pérdida de fuentes laborales de subsistencia como la pesca artesanal y la cadena productiva completa asociada. Estos impactos descritos, están en los medios de prensa hoy, están bajo investigación judicial y penal, están bajo investigación técnico-científica y administrativa, están en las demandas ciudadanas de masivas manifestaciones locales por la crisis sanitaria, ambiental, social y económica que han surgido a partir de los distintos “episodios fortuitos” que esta industria ha protagonizado escandalosa y impunemente.
El proyecto se presentó a través de una declaración de impacto ambiental, asumiendo un impacto de bajo a cero; no ingresó como estudio de impacto ambiental; saltándose en otros procesos, la elaboración de estudios reales de impacto ambiental y la participación ciudadana en el proceso.
La semana pasada se entregaron las observaciones de los servicios participantes de la evaluación de este proyecto. En estas respuestas de carácter público, se observa la resolución adoptada por las unidades técnica y fiscalizadora, encargadas de la protección de nuestros recursos pesqueros. Subpesca dice que la declaración es suficiente, no requiere un EIA y se muestra conforme con el proyecto, al igual que Sernapesca. Este tipo de respuestas, frente a este tipo de proyectos, en el contexto nacional de la industria, dejan dos opciones de interpretación externa: abierta corrupción o desconocimiento total del proyecto evaluado; en ambos casos la autoridad está incurriendo en una falta de incalculables riesgos ecológicos de corto, mediano y largo plazo. En Chile no existen salmoneras en mar abierto, es decir, no hay antecedentes previos ni ajustados a la realidad oceanográfica local, del rol del protector de los recursos naturales se esperaría una perspectiva más conservativa y amparada en la precautoriedad aplicable frente a los posibles riesgos e impactos no evaluados, sobre la calidad y disposición de los recursos marinos renovables, cuya propiedad es de todo el pueblo chileno. Cabe señalar que este riesgo no evaluado vulnera la Constitución Política de Chile, en cuanto a la protección de derechos ambientales y derechos humanos, al exponer los sistemas ecológicos a una contaminación no calculada y exponer a la ciudadanía, a vivir en un medio ambiente contaminado.
La declaración ambiental representada por Stengel, no contiene toda la información necesaria ni requerida para la evaluación, subestima a “leve” y “no significativo” todos los tipos de impactos que evaluó, argumentó impactos sobre recursos renovables basados en literatura, más que en datos obtenidos desde la realidad local del sector, no reconoce la presencia de cetáceos mayores en el sector, no responde cabalmente las preguntas planteadas durante el proceso, razón por la cual no logró resolver ni subsanar, ni aclarar, ni asegurar, ni evaluar posibles riesgos o impactos ambientales sobre la calidad de nuestros recursos marinos renovables. El proyecto presentado por la empresa fue rechazado, tanto por la Seremi de Medio Ambiente, como por el Servicio de Evaluación Ambiental, precisamente porque, pese a sobrepasar ya una tercera ronda evaluativa, aún adolece de falta de información de alta relevancia para poder medir o estimar posibles impactos ambientales en la costa.
Considerando las condiciones climáticas adversas que se presentan en la zona,  ¿Cómo es posible frente a este escenario, que los servicios encargados de la protección de nuestros recursos marinos renovables, se muestren conformes con lo evaluado? toda vez que el proyecto ya acumula más de 3000 observaciones y no responde a un proyecto de desarrollo sustentable, pues no implica desarrollo más que para la empresa (no requiere de fuerza laboral local, con contempla más de 10 puestos de empleo externo) y no cumple los requisitos técnicos necesarios en su proyección para ser considerado un sistema de cultivo mixto de tipo sustentable. Se trata de un sistema cultivo intensivo de altos requerimientos energéticos externos a inyectar al sistema, que no asegura en lo absoluto, la reducción o reutilización de elementos/deshechos a ingresar a un ecosistema marino en perfecto estado de equilibrio ambiental. Lo expuesto en el proyecto muestra una rentabilidad asegurada, pero definitivamente no da señales de sustentabilidad en la cadena productiva.
La calidad de nuestras costas depende de un delicado equilibrio ecosistémico que es necesario y urgente, proteger y mantener sin más alteraciones, ya es suficiente. No podemos pretender siempre obtener un beneficio personal a costa de un sacrificio ambiental, definitivo y perjudicial para todos. La expansión salmonera ya fue impuesta hace cerca de 40 años en el sur de Chile y operó de manera irresponsable e impune, con los resultados que hoy todos estamos viendo por los medios de prensa. La nueva amenaza de la expansión salmonera es en sí un insulto a la soberanía nacional, porque a su paso quedan movimientos en las bolsas del “mercado”, algunos se han vuelto millonarios y otros aún más, pero en el sur de Chile ha quedado solo la pérdida de i) la calidad ambiental: de espacios disponibles para la pesca artesanal; vedas sobre recursos comerciales por contaminación; cementerios marinos con millones de cadáveres de animales alterados químicamente, pudriéndose encima de bancos naturales de mariscos, caladeros de peces y semilleros de recursos naturales; basura metálica y química y espacios marinos en donde las condiciones no permiten el desarrollo de la vida; ii) desarrollo local: comunidades empobrecidas y cesantes, con costas contaminadas, recursos no aptos para el consumo, luego de décadas de sueldos paralizados para las cadenas laborales basales, sumado a condiciones laborales de alto riesgo, es decir, el éxito económico exponencial de una industria y la no redistribución de sus ganancias a lo largo de cerca de 4 décadas. En mi opinión como ciudadana e investigadora, considero que es suficiente. Este proyecto intenta mostrar una realidad de impacto cero que la empresa no ha logrado probar y que no logrará probar porque es mentira. La salmonicultura trae consigo la contaminación, la muerte, la pérdida de la calidad ambiental de los ecosistemas y la ruina para la pesca artesanal. Nada más.

viernes, 13 de enero de 2017

La confusión parlamentaria sobre la aplicación de la ley Lafkenche en la región de Los Ríos.

La confusión parlamentaria sobre la aplicación de la ley Lafkenche en la región de Los Ríos.

Lcda. María Paz Villalobos Silva
Bióloga Marina,
Investigadora independiente                                                                                                  Enero, 2017

El 28 de Diciembre de 2016 en radio Bío-Bío se publicaron las declaraciones de dos parlamentarios de la región de Los Ríos, sobre la responsabilidad de la ley Lafkenche en la paralización de diversos proyectos de ocupación y desarrollo del borde costero. En mi calidad de Bióloga Marina y luego de llevar una investigación independiente de 10 años sobre la aplicación de la ley Lafkenche, se vuelve necesario rescatar los comentarios que realizan el diputado Flores y el diputado Berger, el primero diciendo que no puede entender como cuatro pequeñas comunidades indígenas mantienen paralizado el desarrollo del borde costero de la región. El segundo señalando que “no puede existir una incompatibilidad entre la ley Lafkenche y aquellas que otorgan otros derechos…”

La Ley Lafkenche es un instrumento jurídico que viene a reconocer derechos territoriales colectivos específicos para los pueblos indígenas, sobre sus territorios, medio ambiente y recursos naturales de que allí disponen por uso ancestral o consuetudinario. Reconoce la libre determinación de las comunidades costeras en el destino y manejo de estos ECMPO y reconoce que asegurará la conservación de los recursos naturales disponibles en estos territorios. Esta legislación está amparada en el Convenio 169 de la OIT, herramienta jurídica de rango constitucional, el cual Chile ratificó en 2008. ¿Qué hacen las comunidades mapuche durante la tramitación de un ECMPO?, pues entregan una solicitud que comprende un informe antropológico que da cuenta del uso consuetudinario, un mapa de ubicación del ECMPO y un mapa cultural; luego de ingresada, esperan las modificaciones de espacio propuestas por la autoridad marítima y luego esperan un procedimiento administrativo que en la teoría no debiera durar más de 2 años. Es decir, las comunidades no intervienen el procedimiento administrativo que evalúa una solicitud ECMPOs.

La ley Lafkenche ha sufrido diversas modificaciones e interpretaciones, aplicadas sin procesos de consulta previa ni participación indígena (tal como lo mandata el Convenio 169/OIT), las cuales se han constituido en una serie de trabas y obstáculos al momento de solicitar y gestionar un ECMPO, afectando con esto directamente los intereses, procesos y derechos territoriales de los pueblos indígenas costeros en Chile. El artículo 10 de la ley ordena dar prioridad a la tramitación de una solicitud ECMPO, por sobre cualquier otro derecho en el borde costero. Y he aquí el problema, este artículo de ley ha sido aplicado y las solicitudes de otro tipo de derechos de administración deben esperar la evaluación de uso consuetudinario de CONADI sobre los ECMPOs en solicitud vigente.

En la región de Los Ríos, este artículo de ley ha sido aplicado siguiendo criterios distintos o no ha sido aplicado, como en el caso emblemático del ducto al mar en la bahía de Maiquillahue. La bahía está siendo solicitada como ECMPO desde octubre de 2008, sin embargo y a partir de marzo de 2009 la empresa Arauco S.A. ingresó 3 solicitudes consecutivas de concesiones marítimas sobre la bahía, las cuales hoy se encuentran en la última fase de un proceso de tramitación, realizado en un período de tiempo durante el cual, se gestionaban 7 solicitudes ECMPO consecutivas sobre la bahía, ninguna de las cuales ha resultado favorable para las comunidades solicitantes. Las comunidades reclamaron la aplicación del artículo 10 de la ley, que fue aplicado 2 años después de iniciadas las tramitaciones, pero bualá!... las concesiones para Arauco están ya en etapa final, luego de un procedimiento irregular que se encuentra bajo investigación.

Es este problema el que ha mantenido en vilo el normal avance de las solicitudes ECMPOs en la región, es decir, esas comunidades poderosas según el Sr. Flores, son en realidad a quienes nuestro estado y sus instituciones han vulnerado sistemáticamente diversos derechos territoriales indígenas, por ceder a las presiones por todos conocidas, de un grupo económico poderoso e inescrupuloso como lo es el grupo Angelini, que ha intervenido abiertamente la normal aplicación de esta legislación, generando un conflicto a la hora de la implementación de las normas que la rigen, así como a su reglamento. Hablamos de un grupo económico que hoy es investigado por la justicia por pagos ilícitos, intervención en la ley de pesca, cooptación de autoridades, tráfico de influencias, desastres ambientales y sociales, demandas laborales, conflictos entre estado y pueblos originarios en los campos y ahora en la costa, entre otras cosas. Este caso es un dramático y vergonzoso ejemplo de los impactos sociales, legales y políticos que generan las presiones que ejerce la empresa privada, sobre el actuar de los Organismos de Administración del Estado y su responsabilidad con la ciudadanía. El otro problema y que es aún más grave, es el abierto racismo desde el cual, el aparataje administrativo ha asimilado esta legislación, ha recibido, gestionado y reconocido estas solicitudes. En 8 años, han ingresado 40 solicitudes y solo 2 han sido otorgadas, en el mismo período de tiempo, años atrás, el estado otorgó más de 300 áreas de manejo. La diferencia radica en que la figura del ECMPO implica el reconocimiento de derechos territoriales y ese es el punto débil de nuestras autoridades que miran los pueblos indígenas desde una mirada racista, colonialista, no inclusiva y tal como leemos en la prensa, asumiendo la presencia y el derecho indígena como un obstáculo y una parálisis para el desarrollo. Ninguna de estas causales se relaciona con la existencia o intervención de 4 comunidades mapuche poderosas ni responsables de la paralización de ningún proyecto o programa público de desarrollo.

No hablamos de un decreto antojadizo, ni una norma parche, hablamos de una ley de la República que está en plena vigencia y aplicación, como parlamentarios deben mostrarse respetuosos con el procedimiento institucional que hoy rige el otorgamiento de ECMPOs, así como debe hacerse con cualquier legislación nacional. Tal como todos nosotros esperamos, tal como las comunidades mapuche solicitantes llevan 8 años esperando y que por cierto, son las más interesadas en la resolución final de los ECMPO. No hay incompatibilidades legislativas, hay un proceso de tramitación de solicitudes ECMPO en vigencia y sin resolución final, razón por la cual hay que esperar un poco más.